Wenn Menschen zum ersten Mal von Maltherapie hören, sagen sie oft: „Aber ich kann doch gar nicht malen.“ Und schon hier beginnt das Neue und Wunderbare – nämlich einfach malen, trotzdem!
Denn genau darum geht es bei der Maltherapie nicht: Die Bilder werden nicht bewertet, nicht interpretiert und nicht analysiert. Stattdessen steht der Prozess im Mittelpunkt: das Erleben der Farben, die Bewegung der Hände, das Entstehen eines eigenen Bildes.
Manchmal geraten wir im Leben an Punkte, an denen wir mehr in uns tragen, als sich leicht beschreiben lässt. Gedanken kreisen. Gefühle sind schwer greifbar. Alte Muster tauchen immer wieder auf. Worte reichen nicht aus, um zu beschreiben, was im Inneren passiert.
Maltherapie – Ausdruck ohne Worte
Genau hier kann Maltherapie einen neuen Zugang eröffnen: ein Raum, in dem Sie „mal frei!“ sein dürfen – frei im Malen, frei im Fühlen. In einem geschützten Rahmen können Bilder entstehen – frei, intuitiv und ohne Vorgaben. Es geht nicht darum, „schön“ oder „richtig“ zu malen. Auch künstlerische Erfahrung ist nicht nötig. Die Bilder dürfen entstehen – so, wie sie im Moment entstehen wollen.
Viele Menschen erleben beim begleiteten Malen – der Maltherapie – etwas Überraschendes: Beim Malen entstehen nicht nur Bilder. Es entwickeln sich auch neue Perspektiven, Gefühle von Entlastung oder kleine Schritte der Veränderung.
Als Psychologin begleite ich Sie fachlich fundiert und wertschätzend. Maltherapie kann dabei helfen, innere Prozesse zu erkennen, zu ordnen und zu entlasten – sowohl bei allgemeinen Lebensfragen als auch bei psychischen Anliegen. Sie kann zudem eine unterstützende Begleitung sein, wenn Sie auf einen Therapieplatz warten.
Was ist begleitetes Malen / Maltherapie?
Begleitetes Malen (Maltherapie) ist eine kreative, therapeutische Methode, die den Prozess des Malens in den Mittelpunkt stellt. Es geht nicht darum, ein „schönes Bild“ zu gestalten oder Techniken zu lernen. Vielmehr entsteht ein wertfreier, geschützter Raum, in dem innere Prozesse sichtbar werden können.
Maltherapie – Raum für innere Bilder und neue Wege
Während wir malen, arbeiten verschiedene Ebenen gleichzeitig: Wahrnehmung, Gefühle, Erinnerungen und Gedanken. Dabei können Themen auftauchen, die vorher vielleicht nur vage im Inneren gespürt wurden.
Das Bild kann zu einer Art Spiegel werden – nicht im Sinne einer Interpretation, sondern als Ausdruck dessen, was innerlich bewegt. Und wenn diese Themen auftauchen, können wir uns ihnen bewusst zuwenden. Wichtig ist: Ein Bild muss nichts erklären. Es darf einfach da sein. Und darin liegt oft das Entlastende. Endlich ein(mal) frei!
Viele Menschen berichten, dass sie beim Malen:
- zur Ruhe kommen und Abstand von kreisenden Gedanken gewinnen
- einen klareren Zugang zu ihren Gefühlen finden
- mehr Selbstvertrauen in die eigene Gestaltungsfähigkeit entwickeln
- neue Perspektiven auf alte Themen entdecken
- innere Kraft und Ressourcen spüren
- kreative Energie und Freude am Gestalten erleben
Für wen ist begleitetes Malen geeignet?
Begleitetes Malen (Maltherapie) ist grundsätzlich für alle Menschen geeignet, die sich selbst auf kreative Weise begegnen möchten.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie:
- wiederkehrende Lebensmuster oder Blockaden verändern möchten
- Stress oder innere Unruhe reduzieren möchten
- einen neuen Zugang zu Ihren Gefühlen suchen
- konkrete Ereignisse bearbeiten möchten
- den Mut haben, Gefühle und Gedanken einmal frei zu lassen
Vorkenntnisse oder künstlerische Fähigkeiten sind nicht nötig. Viele Menschen, die zum ersten Mal kommen, haben seit ihrer Schulzeit keine Farbe mehr in die Hand genommen – und dennoch zeigen sich Bilder, die berühren.
Es gibt kein Richtig oder Falsch, kein gutes oder schlechtes Bild
Was zählt, ist die Bereitschaft, sich auf den Prozess einzulassen. Sie bestimmen selbst, wie tief Sie dabei gehen möchten.
Neugierig geworden?
Finden Sie heraus, ob Maltherapie zu Ihnen passt – in einem unverbindlichen Gespräch oder über meinen kostenfreien telefonischen Erstkontakt. Gemeinsam entdecken wir Ihre inneren Bilder – und die Möglichkeiten, sie zu zeigen.

Wie läuft eine Maltherapie praktisch ab?
Das Malen findet in einem geschützten und wertschätzenden Rahmen statt. Farben, Papier und Malmaterialien stehen bereit. Meine kleine, feine Malecke in familiärer Atmosphäre ermöglicht es Ihnen, sich mit hochwertigen Gouache-Farben auf großen Papieren auszudrücken. Gemalt wird dabei im Stehen und mit den Händen, sodass alles fließen kann und Sie wahrhaftig mit dem Bild in Kontakt kommen. Kleidung, die bunt werden darf, wird empfohlen.
Geschützter Raum für innere Bilder
Sie wählen selbst, woran Sie arbeiten möchten und in welchem Tempo. Es gibt keine vorgegebenen Themen. Vielleicht bringen Sie eine konkrete Bildidee mit oder diese entwickelt sich aus den begleitenden Gesprächen. Oder das Bild entsteht einfach beim Malen.
Ich begleite Ihren Prozess achtsam und fachlich fundiert, ohne das Bild zu bewerten oder zu interpretieren. Manchmal entstehen Gespräche während oder nach dem Malen. Oder einfach ein Bild, so wie es sein darf.
Für eine Einheit (ca. 100 Minuten) einzelbetreute Maltherapie berechne ich ab 130 € inklusive Material, Begleitung und Gespräch. Partner- oder Mehrfachbuchungen sowie Rabatte für Auszubildende gern auf Anfrage. Oder als Einstieg: Einmaliges, unverbindliches „Schnuppern“ (ca. 50 Minuten) ist für 40 € möglich. Gleich hier Kontakt aufnehmen!

Handlungsveränderndes Malen nach Alfred Niedecken
Eine besondere Form innerhalb des begleiteten Malens ist das handlungsverändernde Malen nach dem Kunsttherapeuten Alfred Niedecken.
Die Methode geht davon aus, dass sich innere Muster und Erfahrungen oft auch in unserem Handeln zeigen – zum Beispiel in wiederkehrenden Reaktionen, Blockaden oder Unsicherheiten. Diese zeigen sich auch im Malprozess, dessen Betrachtung ein zentraler Punkt beim handlungsverändernden Malen ist.
- Wie gehe ich an das Bild heran?
- Wo halte ich inne?
- Wo halte ich mich zurück?
- Wo entsteht Druck, Unsicherheit oder vielleicht auch Mut?
- Wo wage ich Neues?
Viele dieser kleinen Handlungen kennen wir auch aus anderen Bereichen unseres Lebens. Am Bild und im Malprozess können neue Möglichkeiten ausprobiert werden – vielleicht eine andere Farbe, eine größere Bewegung oder ein neuer Schritt auf dem Papier. So können alte Muster verändert und neue Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.
Ausdruck finden, neue Wege entdecken
Neue Erfahrungen werden zuerst im Bild gemacht – und können von dort aus in den Alltag wirken.
Warum kann Malen unser Erleben und Verhalten wirklich beeinflussen?
Ein möglicher Grund liegt darin, wie unser Gehirn arbeitet: Unser Denken ist stark bildhaft organisiert. Wir lachen oder weinen im Kino oder fühlen die Spannung eines guten Comics. Natürlich wissen wir, dass es nicht „echt“ ist – und doch verarbeitet unser Gehirn diese Bilder wie reale Erfahrungen.
Auch einfache, nicht realistische Bilder können starke Gefühle auslösen. Sie spiegeln innere Erfahrungen wider und machen sie erlebbar.
Bilder, die verändern – neue Perspektiven durch Maltherapie
Beim handlungsverändernden Malen können wir neue Erfahrungen buchstäblich „ins Bild bringen“: Ein Gefühl bekommt einen sichtbaren Ausdruck. Ein Schritt, der vorher nicht möglich schien, wird auf dem Papier ausprobiert. Ein belastendes Erlebnis kann verändert oder ergänzt dargestellt werden.
Das Gehirn verarbeitet diese bildnerischen Inhalte als neue, „reale“ Erfahrungen. Dadurch können sich nach und nach auch innere Muster verändern und in den Alltag wirken.
Um solche hilfreichen Bilder zu erschaffen, orientieren wir uns im handlungsverändernden Malen an bestimmten Mal-Leitlinien.
Malen. Fühlen. Verändern.
Wenn Sie neugierig sind, vereinbaren Sie gern ein unverbindliches Gespräch – ganz in Ruhe und ohne Verpflichtung.


Systemische Maltherapie
Hier folgen bald die Angebote meiner Systemischen Maltherapie.
Freuen Sie sich auf eine neue Erfahrung im Weiterkommen …


