Ein Blick zurück – ein Blick voraus (1)

Ein Blick zurück, ein Blick voraus – Eine Einladung zur Reflektion um die Jahreswende

Willkommen im neuen Jahr! Der Jahreswechsel ist vollzogen und mancherorts drängt der Frühling schon ins Land. Die Zeit der Feiertage, Ferien und Urlaubsreisen ist oft auch eine hektische, zumindest vollgestopfte Zeit. Vieles muss erledigt werden, viel Schönes kann erlebt werden- aber eben viel. Stunden der Ruhe und Zeit für Reflektion (also bewusstes Nachdenken) sind da vielleicht rar gewesen. Deshalb lade ich Sie hiermit ein, sich einfach jetzt den Raum zu nehmen, um den Jahreswechsel zu bedenken. Die Zeit für einen Blick zurück und einen Blick voraus.

Ein Tag scheint wie jeder andere geeignet zu sein, um neue Vorsätze zu schließen, Projekte zu beginnen oder Visionen zu planen. Aber Sie können sich die Energie rund um den Jahreswechsel zu Nutze machen, die viele Menschen Jahr für Jahr motiviert, sich selbst weiterzuentwickeln. Es soll anders, neu werden. Frische Energie für Herausforderungen oder Liegengebliebenes. Ideen werden gesät und erblühen im neuen Jahr in ersten Schritten und ersten kleinen Taten. Diese Erneuerung und Kraft zeigt sich auch in der Natur, die ihre Knospen in die Sonne schickt. Nutzen Sie sie!

Wie haben Sie Ihr Jahr beendet? Wie Ihr neues Jahr begonnen? Welche Rituale haben Sie, um ein altes zu verabschieden und ein neues zu begrüßen? Oder sind Sie vielleicht einfach neugierig, was man da tun könnte? Ich denke, es darf ganz einfach sein: Nehmen Sie sich Zeit, um gedanklich das vergangene Jahr noch einmal durchzugehen und auch an das Kommende zu denken. Räumen Sie sich einen Zeitraum ein, an dem Sie sich etwas zurückziehen können. Machen Sie sich Ihr Lieblingsgetränk. Wo fühlen Sie sich wohl, wo ist ein Ort an dem Sie gut nachdenken können? Machen Sie mit sich selbst einen Termin aus.

Es ist hilfreich, diese Reflektion auch visuell zu begleiten. Notieren Sie Ihre Gedanken, schreiben Sie einen Brief, malen Sie eine Mind-Map, kleben Sie eine Collage – oder was Ihnen sonst noch einfällt. Machen Sie sich diese Reflektion angenehm, machen Sie es sich schön.

Sie können Ihre Familie, Partner oder Partnerin oder einen guten Freund fragen, ob er oder sie Sie auf der Reise belgeiten. Vielleicht dürfen sie Ihnen zuhören oder sogar Fragen stellen? Vielleicht möchten sie ebenfalls über ihr Jahr nachdenken? Wenn man seine Gedanken ausspricht, hilft das, sich selbst zu verstehen und Veränderung auf den Weg zu bringen. Wage Ideen werden allein durch das Aussprechen, das in Worte fassen konkreter. Deswegen ist auch eine durch einen Coach begleitete Reflektion so wertvoll und kann Ihnen helfen, im Leben weiterzukommen.

Einen Blick zurück

Im Folgenden gebe ich Ihnen ein paar Impulse, ein paar Leitfragen die Sie durch Ihren Jahresrückblick leiten können. Nutzen Sie diejenigen, die für Sie hilfreich sind und erweitern Sie diese unbedingt mit ihren eigenen Ideen! Machen Sie das, was sich für Sie gut anfühlt und hilfreich ist.

Date(n)-Check
Wer jetzt Sorge hat, eine Reflektion zu beginnen weil er denkt, er habe doch nichts erlebt, für den ist dieser Trick: Der einfachste Weg einen Jahresrückblick zu beginnen ist seinen Kalender durchzublättern. Lesen Sie einfach nach, was dieses Jahr geschehen ist. Wann hatten Sie Urlaub, wann war das Gemeindefest, welche Aktionen waren wann dran? Was war auf der Arbeit los, was in der Familie? Wie oft gab es Behördengänge, woran erinnert Sie diese eingetragene Frist? So viele Tage hat das Jahr. An einigen haben Sie bestimmt etwas gemacht – woran konnten Sie sich schon gar nicht mehr erinnern? Sortieren Sie Ihre Fotos aus den vergangenen zwölf Monaten. Wo waren Sie? Was haben Sie mit wem gemacht? Welche Jubiläen, welche Pflichttermine sind auf den Bildern verewigt? Vielen Menschen wird erst beim Blättern im Kalender die Fülle ihrer Erlebnisse bewusst. Wie oft haben Sie es doch geschafft, mit Freunden zu sprechen, etwas Gutes zu Essen, Ihrem Hobby nachzugehen, ein Konzert, einen Flohmarkt zu besuchen oder einfach nur die Sonne zu genießen…? Schwelgen Sie in Erinnerungen.

Dankbarkeit
Wofür sind Sie dankbar, dass es Ihnen im vergangenen Jahr passiert ist? Wofür möchten Sie sich wirklich bedanken? Sind es ein erhaltener Preis, eine Beförderung, schöne Momente, ein schöner Abend, Türen die sich öffneten, ein Lob, eine überstandene Krankheit, überwundene psychische Krise oder Menschen die Sie berührten? Ist es eine Veränderung in Ihnen oder in Ihrer Umwelt, eine Bewegung der Menschheit die Sie erfreut? Ist es eine konkrete Situation oder gar eine Grundeinstellung, ein Grundgefühl? Das bewusste Denken, Aufschreiben oder Ansprechen dieser Dinge kann das Gefühl tiefster Dankbarkeit und innerer Zufriedenheit verstärken. Warum sich nicht bei dem vergangenen Jahr bedanken…?

Verbesserungen
Mit Verbesserungen meine ich Veränderungen, Erfolge, Dinge die sich in Ihrem Sinne entwickelt haben. Dinge, die Sie entwickelt haben! Was ist Ihnen vergangenes Jahr besser gelungen? Welche Fortschritte haben Sie gemacht, welche Ziele oder wichtige Wegpunkte haben Sie erreicht? Wo geht es bergauf? Haben Sie es öfter geschafft, sich zu bewegen, etwas Gesundes zu essen, zu beten oder zu meditieren, zu ruhen, zu lachen, den Abwasch zu machen? Welche Freundschaften haben sich intensiviert, welches Projekt hat sich entwickelt? Welche neuen oder alten Eigenschaften an Ihnen haben Sie liebgewonnen? Wobei können Sie sich stolz auf die Schulter klopfen? Und, hatten Sie in dem Moment schon bemerkt, dass es ein Fortschritt war…? Führen Sie sich Ihre Erfolge vor Augen.

Sturmzeiten
Jedes Jahr beinhaltet seine eigenen Herausforderungen. Es geht in der Reflektion nicht um Verdrängung oder Beschönigung: Manches im vergangenen Jahr war vielleicht schmerzhaft, frustrierend, ja niederschmetternd. All diese Dinge haben ihren Platz im Jahresrückblick, sie sind geschehen. Das Wichtige ist, dass Sie die Situationen heute vielleicht aus einer anderen Perspektive, mit einem Abstand betrachten können. Vielleicht bemerken Sie beim Reflektieren, wie viele schwere Aufgaben Sie lösen konnten. Wie haben Sie die Krisen bewältigt? Was hat sich daraus ergeben? Machen Sie sich bewusst, dass diese Dinge vergangen sind. Sie stehen jetzt an einem anderen, neuen Punkt. Welche Sturmzeiten können und wollen Sie im vergangenen Jahr lassen …? Verabschieden Sie sich von diesen.

Vielleicht fallen Ihnen nun, da Sie sich einen Überblick verschafft haben, neue Dinge auf. Was ist Ihnen jetzt neu, was haben Sie so erwartet? Was zeichnet dieses letzte Jahr aus, oder war es voller Unterschiede? Welchen Namen oder Titel würden Sie dem vergangenen Jahr geben? Als was möchten Sie es in Erinnerung behalten, oder auch nicht? Haben Sie Ihr Jahr vor Augen, vielleicht sogar wörtlich im Sinne auf einem Papier oder Plakat, lade ich Sie ein, sich davon zu verabschieden. Danke liebes 2019. Mach’s gut!

Im nächsten Beitrag wagen wir dann einen Blick in die Zukunft.


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