Ein Blick zurück – ein Blick voraus (2)

Ein Blick zurück, ein Blick voraus – Eine Einladung zur Reflektion um die Jahreswende

Am Anfang dieses zweiten Teils der Jahresreflektion, steht wieder die Einladung: Nehmen Sie sich den Raum, um den Jahreswechsel zu bedenken. Die Zeit für einen Blick zurück habe ich in diesem Beitrag begleitet. Dort steht auch mehr darüber, wie so eine Reflektion aussehen könnte. Heute geht es nun um den Blick voraus.

Einen Blick voraus

Willkommen 2020! Wie sind Sie in das neue Jahr gestartet? Ruhig und kleinschrittig oder aktiv und rasant? Hier ist meine Einladung an Sie sich Zeit nehmen, um auch das neue Jahr bewusst zu begrüßen. Nehmen Sie sich ein neues Papier oder Plakat und lassen Sie Ihre Gedanken in die Zukunft schweifen. Auch hier ist eine Visualisierung, ein Aufschreiben hilfreich. Nach der Reflektion können Sie das Verschriftliche behalten aber natürlich auch einfach weglegen oder entsorgen. So wie es sich für Sie gut anfühlt. Es geht nicht um eine Bewertung am Ende des Jahres!
Die folgenden Impulse können Sie unterstützen, wenn Sie Ihre Jahresvorausschau machen. Nutzen Sie diese Reflektion unbedingt in Ihrem Sinne, so wie es für Sie gut ist.

Was Sie erwartet
Ein leichter Einstieg ist hier, ebenso wie im Rückblick, sich seinen Kalender vorzunehmen. Welche Termine stehen schon fest für die kommenden Monate? Welche Feiern, Fristen und Verabredungen erwarten Sie? Wissen Sie vielleicht schon, welche wichtigen Aufgaben oder fröhlichen Anlässe auf Sie zu kommen? Sind schon Ausflüge oder Urlaube geplant? Vielleicht erwartet Sie oder einen nahe stehenden  Menschen eine Fortbildung, ein großes Ereignis? Neben den fest eingetragenen Termin bemerken Sie gegebenenfalls auch, wie die Zukunft durch eine bestimmte Grundstimmung geprägt sein wird. Führen Sie sich das vor Augen, was Sie (zumindest sehr wahrscheinlich) erwartet. Welche Dinge gibt es schon jetzt, auf die Sie sich freuen…?

Fragen
Mit welchen Fragen werden oder wollen Sie sich in der kommenden Zeit beschäftigen? Welche Unklarheiten klären? Was werden Sie entscheiden? Welche persönliche, private, soziale, räumliche, wirtschaftliche, berufliche Veränderung müssen vielleicht angegangen werden? Schokolade oder nicht? Hund oder nicht? Haus oder nicht? Beziehung aber wer? Welche Richtung nimmt die Karriere? Welche Richtung nimmt die Familie? Wie will ich meine Persönlichkeit entwickeln? Sind es vielleicht konkrete, den Alltag betreffende Entscheidungen oder eher innere Themen, mit denen Sie sich beschäftigen wollen? Oft wird erst beim bewussten Nachdenken deutlich, welche Fragen überhaupt anstehen. Oder bemerken Sie währenddessen, dass Sie so manche Entscheidung eigentlich schon gefällt haben…?

Aufgaben
Mit Aufgaben meine ich etwas, was „guten Vorsätzen“ vielleicht am nähesten kommt. Welche Aufgaben wollen Sie sich selbst in diesem Jahr stellen? Woran wollen Sie jetzt aktiv arbeiten, was erreichen? Wollen Sie neben „gesünder leben“, „beruflich vorankommen“ und „glücklicher sein“ vielleicht auch Ihre innere Haltung bewusst gestalten? Wollen Sie mehr lesen, weniger fluchen, pünktlicher aufstehen, weniger Plastikmüll erzeugen, mehr Geld sparen, einmal im Monat die Familie besuchen, weniger als dreimal täglich traurig sein, einen neuen Freund gewinnen? Vielleicht aber auch, das Leben zu entschleunigen, achtsamer Ihre Umwelt zu betrachten, sich um Ihre Psyche und Seele zu kümmern. Vielleicht sind es dieses Jahr für Sie konkrete Vorsätze und Sie wissen schon genau, wie Sie sie angehen werden. Vielleicht sind es Aufgaben, die Ihre Grundeinstellung und Persönlichkeit betreffen und es noch nicht ganz klar ist, was Sie tun können. Alles was Ihnen wichtig ist, darf notiert werden. Ich bezeichne diese Gedanken bewusst als „Aufgaben“. Für mich sind „Aufgaben“ handhabbarer, leichter zu. Denn wir sind es gewöhnt, mit Aufgaben zu arbeiten. Eine Aufgabe kann ein Ziel sein, dass ich mir selbst erwählt habe, mir auf-gebe, eines was ich erreichen will. Zum Lösen einer Aufgabe muss ich viele Schritte und Teil-Aufgaben machen. Eine Aufgabe kann sich verändern und dennoch erfolgreich abgeschlossen werden. Wie das Ergebnis einer Aufgabe genau aussieht, das ist nicht immer absehbar. Trotzdem weiß ich, was ich geschafft habe. Es ist nicht schlimm, manche Aufgabe wieder zur Seite zu legen, um sie ein anderes Mal anzugehen. Wichtig ist, dass Aufgaben an dieser Stelle nur Gedankenspiele sind. Es ist gut, wenn wir uns dann mit den Aufgaben beschäftigen. Es ist gut, wenn wir es nicht tun. Wenn Veränderungswünsche aufgeschrieben werden geht es nicht darum, hinterher mir Rotstift Noten zu verteilen, wie gut oder schlecht man abgeschnitten hat. Sich selbst Aufgaben zu geben, Ideen für deren Verwirklichung zu entwickeln und dann die ersten Schritte zu gehen, setzte Motivation frei und kann wirklich Spaß machen. Das ist der Sinn dieser „Aufgaben“…

Wer seine Vorsätze nochmal überdenken will, dem kann diese Imaginationsreise hilfreich sein: Im Übergang.

Wünsche
Wohingegen „Was Sie erwartet“ und „Aufgaben“ einen hohen Alltags- und „Fakten“-Bezug haben, darf es bei den Wünschen auch ganz anders sein. Ich finde es wichtig, auch den Träumen, den Fantasien und Fantastereien Raum zu geben. Spüren und Hören Sie einmal in sich hinein: Was wünschen Sie sich eigentlich? Angenommen, alles wäre möglich, wonach sehnt sich ihr Herz? Angenommen, über Ihnen würde in diesem Augenblick eine Sternschnuppe fliegen, was würden Sie sich wünschen? Ist es Liebe, Gesundheit, Frieden in der Welt? Ist es eine Beziehung, ein Verzeihen, ein Vergessen? Ist es ein Wunsch für sich selbst oder einen lieben Menschen? Ist es etwas, was vielleicht wirklich passieren kann oder etwas fast unmögliches? Hier geht es nicht darum, nach den Wünschen zu streben und dann enttäuscht zu sein, wenn sie sich nicht erfüllen. Ihre inneren Wünsche stecken in Ihnen drin, ob Sie sie bewusst wahrnehmen oder nicht. Im Aussprechen schaffen Sie die Chance, anderen gutes zu „wünschen“, sich selbst noch besser kennen zu lernen und Ihren Sehnsüchten auch einen Platz einzuräumen. Ich lade Sie ein, sich Ihre Wünsche bewusst zu machen, träumen zu dürfen. Sie müssen nichts „tun“, Sie dürfen einfach „wünschen“.

Wie ist es Ihnen ergangen bei Ihrem Jahresvorausblick? Was fiel Ihnen leichter, zurück oder nach vorne zu blicken? Was hat Sie bewegt, mit was waren Sie einverstanden? Welches vielleicht neue Gefühl hat sich für das kommende Jahr entwickelt? Wie wollen Sie 2020 jetzt begrüßen? Ich lade Sie ein, öffnen Sie sich für das neue Jahr und heißen Sie es willkommen!

Einen Blick ins Jetzt

Bei all dem zurück- und vorausblicken bleibt das Hier und Jetzt die Zeit, in der wir leben. Lassen Sie Ihren Blick zum Ende der Reflektion wieder in das „Heute“ wandern. Ich lade Sie ein, sich bewusst zu werden, dass Sie weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft leben. Doch all das Wissen und Ihre Gedanken über das Gestern und das Morgen können Ihnen helfen, im Heute vielleicht noch achtsamer und zufriedener zu sein. Nutzen Sie diese Reflektion auch, um in Ihrem Jetzt zu leben.

Einen Blick auf Mich

Auch von meiner Jahresreflektion als Psychologin möchte ich an dieser Stelle kurz erzählen. Ich durfte im vergangenen Jahr viele Menschen begleiten, die mich Mal für Mal mit ihren kreativen, einzigartigen Lösungsideen begeisterten. In den Coachings konnte ich wieder erfahren, dass die individuelle, kundenorientierte Arbeit die ist, die am hilfreichsten ist. Sich neugierig und vorurteilsfrei immer wieder neu auf das Gegenüber einstellen ist ein Herzstück meiner Arbeit. Oft ergeben sich großartige Überraschungen. So hat sich als neuer Coaching Ort beispielsweise ein Künstler-Atelier ergeben, an dem ich auch Sie zukünftig herzlich begrüße! Der zweite Schwerpunkt meiner Arbeit als psychologische Beraterin hat sich im vergangenen Jahr ausgedehnt: Als nun fertig ausgebildete Maltherapeutin (mehr dazu hier) begleitete ich Klienten in Malworkshops und im Einzeltermin. Die von mir entwickelte Synthese aus systemischen Coaching und Maltherapie im Sinne des Begleitenden Malens ist in die Praxis gegangen (und zwar hier, im Farbenreich!). Die Teilnehmer berichteten, wie hilfreich es für sie war, sich ihren Schwierigkeiten klar zu werden und erste Veränderungen schon auf dem Bild konkret werden zu lassen. Anhand der Bilder wird ein Prozess direkt ersichtlich, was die Teilnehmer als besonders wertvoll erachteten. An diesem Potential werde ich anknüpfen! Für meine Zukunft werde ich das Arbeiten mit Farben immer weiter verknüpfen mit meiner Arbeit als Coach. Mein Ziel ist eine ganzheitliche Psychologische Lebensberatung, in der ich über das Sprechen und auch das Fühlen (Malen und Spüren) meinen Klienten hilfreich bin. Weiterhin werde ich Impulse sammeln und teilen, die im Alltag achtsam machen können, die Antworten geben oder Fragen stellen, die neue Gedanken anstoßen und Entwicklungen anregen. In diesem Sinne freue ich mich, wenn sich Ihre und meine Wege auf dieser Reise treffen. Gemeinsam bewegen wir etwas… zum Weiterkommen.


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