Die Zweischneidigkeit von vergleichenden Komplimenten

Ein neuer Haarschnitt, 4 Kilo abgenommen, eine neue Wohnung oder ein neuer Teppich, ein neuer Job, endlich die lang erdachte Reise gemacht, ein Erfolg, eine neue Partnerin, eine Veränderung: Wir entwickeln uns ständig. Oft bleiben diese Veränderungen unseren Mitmenschen nicht verborgen. Oft sollen sie das auch mitbekommen, wenn wir uns freuen, dass wir etwas Neues geschafft haben. Dann bekommen wir Rückmeldung von Freunden und Bekannten: „Wow, dein neuer Haarschnitt sieht super aus!“ „Wahnsinn, du siehst richtig gut aus!“ oder „Ja, jetzt sieht es hier viel besser aus, es ist viel mehr Platz und Ordnung.“. Es tut gut, ein Kompliment zu hören. Es tut gut, Anerkennung für Mut und Arbeit zu bekommen. Aber… was ist das für ein schaler Beigeschmack? Bei den ersten beiden Sätzen könnte man sich ganz und gar wohl fühlen mit dem Kompliment. Doch bei letzterem Kommentar drängt sich ein kleiner Beigedanke auf. „Ja, jetzt sieht es hier viel besser aus, es ist viel mehr Platz und Ordnung.“ – Mh. Also, war es vorher unordentlich…? War es vorher schlecht…? Der Vergleich, der sicherlich gut gemeint ist, kann ein unangenehmes Gefühl hinterlassen. Diese Wirkung erzeugen vergleichende Komplimente häufig. Wie das kommt, was das bedeutet und wie man es anders machen kann, wird in diesem Blogbeitrag einmal genauer unter die Lupe genommen.

Weiterlesen

Warum ich auf Bergen sitze und Fotos mache
Lebenskunst im Radio – ein Einstieg

Anfang dieses Monates gab es einen wunderbaren Beitrag im Radio zu hören. Thema: Die Lebenskunst! Auch ich wurde interviewt. Diesen Beitrag nehme ich zum Anlass, Ihnen die Idee „Lebenskunst“ einmal vorzustellen.

Ein gutes Leben zu führen. Ein Wunsch der so alt ist, wie vermutlich die Menschheit selbst. Schon in der Antike fragten sich Platon und Sokrates danach, wie Glück erreicht wird. Auch oder grade in der heutigen Zeit wächst der Wunsch nach einem selbstbestimmten, individuell gestalteten Leben. Ein Leben, das glücklich macht. Aber wie?

Weiterlesen