Wie man Erinnerungen lebendig hält – Imaginationsreise „Das Tagebuch der schönen Momente“

In schönen Erinnerungen schwelgen… sich an Vergangenes erinnern, an das, was das Herz höher schlagen ließ… einen Tagtraum an wunderbare Momente… Wer das kennt, weiß wie angenehm das sein kann. Sich an Schönes zu erinnern, ist ein richtiger Genuss. Es gehört zum bewussten Genießen dazu. Aus einem einzigen positiven Erlebnis werden dann unzählige…

Bewusstes Genießen, also Savouring, wird in der Psychologie als aktiver Prozess beschrieben, positive Gefühle während positiver Ereignisse hervorzurufen und zwar durch Erzeugen, Aufrechterhalten und Verbessern positiver Affekte.[1] Das bedeutet, wenn man etwas Angenehmes erlebt und dies ganz bewusst wahrnimmt – mit all den positiven Gefühlen die dazu gehören – verstärkt man den Genuss. Ein gutes Essen, eine Fahrt im Karussell, ein beruflicher Erfolg, ein schöner Abend im Kreise der Liebsten, nicht einfach so hinnehmen und weiter gehts. Nein, ganz bewusst wahrnehmen. Wie schön es ist! Ein wohliges Gefühl zulassen und aktiv verstärken. In dem Moment merken, dass einem etwas Wunderbares geschieht. Dass es einem grade richtig gut geht. Wie gut man sich fühlt. Innehalten und genießen. Den Moment auskosten. Das angenehme Gefühl so lange wahrnehmen, wie es geht. Das ist Genuss auf höchster Stufe.

Bewusst genießen, den Genuss auskosten und verstärken,- das ist Savouring

Dabei ist Genuss nicht „nur“ angenehm in dem Moment. Die Fähigkeit genießen zu können hat Einfluss auf unsere Psyche. Wer genießen kann, zeigt eine höhere Lebenszufriedenheit, ein verbessertes Wohlbefinden und weniger Depressivität.[2] Und der bewusste Genuss scheint eine positive Spirale in Gang zu setzten: Wer intensiv genießt, erfährt bei zukünftigen positiven Lebensereignissen noch stärkere Freude und Glück.[3]

So zu genießen, geht nicht nur im Moment. Auch wenn wir Erlebnisse in Gedanken erneut intensiv durchleben, kann das ein Genuss sein. Es kann sich so anfühlen, als erlebe man die schönsten Momente erneut. Grade auch in Zeiten, in denen man das Gefühl hat, keine neuen, angenehmen Momente schaffen zu können, tut es gut sich zu erinnern, wieviel Gutes man erlebt hat. Grade auch wenn es draußen dunkel und kalt ist, kann die Erinnerung an sommerliche Zeiten das Herz wärmen. Wenn man einen besonderen Moment nochmal erleben oder gut aufbewahren will – aber auch, wenn man Savouring für zukünftige schöne Erlebnisse üben will, kann die folgende Imaginationsreise unterstützen.

Genießen, das geht nicht nur im Moment, auch in der Erinnerung

In der Entspannungs- oder Imaginationsreise „Das Tagebuch der schönen Momente“ leite ich Sie durch eine bewusste Erinnerung und ein Wiedererleben eines positiven Erlebnisses. Dieses Erlebnis kann dann in Ihrem gedanklichen Tagebuch gefestigt werden, um es dort immer wieder, einfach und intensiv abzurufen. Bringen Sie Ihre Erinnerungen an schöne Momente auf eine neue Ebene!

Das Tagebuch der schönen Momente


[1] Bryant, F. B., & Veroff, J. (2006). Savoring: A new model of positive experience. London: Routledge.

[2] Smith, J. L., & Hollinger-Smith, L. (2015). Savoring, resilience, and psychological well-being in older adults. Aging & mental health, 19(3), S. 192-200.

[3] Jose, P. E., Lim, B. T., & Bryant, F. B. (2012). Does savoring increase happiness? A daily diary study. The Journal of Positive Psychology, 7(3), S. 176-187.


Wärme und innere Kraft – Eine Imaginationsreise für kalte Zeiten

Auch wenn der Frost noch auf sich warten lässt, sind die Temperaturen spürbar gesunken. Es regnet, alles ist nass, man selbst wird durchnässt sobald man das Haus verlässt. Die Morgen sind grau, die Nachmittage dunkel. Schals und Regenschirme werden ausgepackt. Nasse Socken, vom Wind zerzauste Haare, herabgefallene Blätter auf dem Auto- der Herbst ist da. Nicht für alle ein Grund zur Freude.

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