Ich male mit den Fingern – und du? Einblicke in die Maltherapie

Wenn Kinder malen entlockt das nicht selten freudige oder korrigierende Kommentare von den Erwachsenen. Wenn Senioren in der Kunststunde einen Blumentopf erschaffen, ist dies häufig gar nichts oder aber eine Ausstellung wert. Bilder psychisch erkrankter Menschen werden mehrdeutig interpretiert aber oft als eindeutig „talentiert“ beschrieben. Was ich damit deutlich machen möchte: Malen wird bewertet. Fast immer wenn Farben, Stifte oder Pinsel Landschaften, Figuren, Flächen oder Formen entstehen lassen wird dies bewertet. Kunstunterricht, Regeln die die Perspektive erklären oder Bücher zur kunsttherapeutischen Diagnostik zeigen dies.

Ich sehe im Malen und freien Gestalten etwas Außergewöhnliches und etwas Hilfreiches, etwas Gut-tuendes. In diesem Beitrag möchte ich deswegen andere Wege vorstellen, mit Malen und gemalten Bildern umzugehen. Ich selbst beende grade meine Ausbildung zur Maltherapeutin (auch Malbegleiterin) und möchte die Gelegenheit nutzen, diese Methode und die dazugehörenden Gedanken vorzustellen. Dabei geht es auch darum, Ihnen einen persönlichen Einblick zu geben, was Malen und Maltherapie für mich bedeuten. Dazu zeige ich Auszüge aus meiner Abschlussarbeit und Teile aus einem Interview mit mir.

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